Zeitungsartikel in der Pferdefachzeitschrift "CAVALLO", März 1999

Zeitungsartikel in der Pferdefachzeitschrift "Pferdemarkt", Januar/Februar 2003

Leserbrief von Frau Geisler, Gröbenzell

"An die Wand geworfen"

INA CYGON aus Pöttmes

bietet eine Lehrschau die niemand vergißt.



Womit trägt das Pferd den Reiter?

Ina Cygon guckt so erwartungsfroh, daß selbst Dressurprofis unruhig auf der Stuhlfläche rutschen und ahnen, daß der Satz "mit der Rückenmuskulatur" garantiert falsch ist. Nur was ist richtig? Drei Stunden und hundert Dias später weiß jeder Bescheid: "Mit Kopf, Hals und Nackenband" lautet die Antwort. Was die Reitausbilderin aus dem bayerischen Pöttmes in ihrer Lehrschau so vorbildlich an die Wand wirft, veranschaulicht ihren Schülern den Bauplan des Pferds und läßt sie begreifen, wie die Körpermechanik funktioniert. "Das Tier folgt schlichten anatomischen Gesetzen. Wenn ich die kenne, kann ich vernüftig reiten", erklärt Ina Cygon, die drastische Formulierungen nicht scheut: "Am Ende meines Kurses hat noch der letzte verstanden, wie er sein steifes Pferd weich, geschmeidig und zufrieden macht."

Ihre Paradethemen sind der Pferderücken und die Dehnungshaltung "viel zitiert, selten verstanden", wie Ina Cygon gerne anmerkt. Dann schiebt sie ein Muskeldia in den Projektor, zückt den Zeigestab und sprüht los: "Die Rückenmuskeln sind rein fleischig; sie haben keine sehnigen Einlagerungen. " Fast triumphierend die Schlußfolgerung: "Sie können also niemals tragen, da sie von der Natur für einen schnellen Wechsel zwischen Spannung und Entspannung konstruiert wurden, damit sie den Schub aus der Hinterhand zur Vorhand leiten."

Ein prüfender Blick in verblüffte Gesichter: "Um den Reiter zu tragen, muß das Pferd mit dem Nackenband arbeiten", erklärt Ina Cygon. Dieses sehnige Band läuft vom Hinterhauptsbein bis zu den Kreuz- und Lendenwirbeln und ist mit jedem Dornfortsatz verbunden. Wird es gedehnt, richtet es die Dornfortsätze auf, hebt die Wirbelsäule und sorgt dafür, daß sich das Pferd lockert aber nur, wenn das Tier gleichzeitig Kopf und Hals fallen läßt. Dann erst kann die Halsmuskulatur die Zugwirkung des Nackenbands unterstützen.

"Wenn die Leute das begriffen haben, sind sie auf dem Weg zum richtigen Reiten schon einen großen Schritt vorangekommen", sagt die Ausbilderin, in deren Kursen die Aha-Erlebnisse so dicht aufeinanderfolgen wie Autos in der Rush-Hour.

Ina Cygon hat das Reiten nicht neu erfunden. Aber sie kann verblüffend einfach vermitteln, worauf es dabei ankommt. "Das ist doch gerade das Problem", seufzt sie. "Die traditionelle europäische Reitkunst bietet ein großartiges System der Ausbildung, das leider kaum jemand versteht. Bekommen die Leute Probleme, haben sie keine Lösung und wandern zu exotischen Gurus oder sogenannten alternativen Lehren."

Da verzweifeln Geländereiter daran, daß ihre Pferde immer steifer werden, da suchen Dressurreiter bei Ina Cygon per Telefon Rat. "Es kommen Anrufe wie "Wissen Sie, mein Pferd kann alles. Aber es ist so triebig. Dann weiß ich schon, der arme Kerl kann gar nichts, weil er fest wie ein Brett ist", beschreibt sie einen typischen Hilferuf.

Ihr eigenes Aha-Erlebnis hatte die Fachfrau, Ina Cygon ist Bereiterin FN, Pferdewirtschaftmeisterin Z u.H und Chiron Lehrerin, vor rund 25 Jahren, als sie bei Rolf Becher, dem Begründer des Chironsystems, zur Fortbildung war. "Da stand ich nun mit all meiner Ausbildung, ohne daß ich auch nur den blassesten Schimmer hatte, wie Losgelassenheit, Versammlung oder ein schwingender Rücken eigentlich funktionieren sollte", erzählt sie. Zum Abschied drückte ihr Becher damals das Buch "Der Reiter formt das Pferd" von Udo Bürger in die Hand. "Plötzlich hatte ich das Brückenglied zwischen den Forderungen der klassischen Reitlehre der alten Meister und den modernen, wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Pferd gefunden", schwärmt sie und wird gleich wieder nüchtern: "Richtig verstanden habe ich die Zusammenhänge aber erst viele Jahre später."

Mit genau den gleichen Problemen kämpfen heute viele Reiter: Theoretisch weiß jeder, daß ein Pferd losgelassen, taktmäßig, gerade und mit schwingendem Rücken gehen soll. Aber wie er das anstellen soll, bleibt ein Geheimnis. In ihren Kursen bietet Cygon daher eine Kombination aus Theorie und praktischem Unterricht, in das sie Herzblut, Wissen und ihre ganze Passion für Pferde steckt. So sehr geht Ina Cygon dabei in ihren Demonstrationen auf, daß sie unbewußt eine großartige Pantomime aller nur denkbaren Pferde und Reiter gibt: Hölzern wie eine Marionette zuckelt sie auf der Stelle, simuliert ein steifes Pferd, bleckt die Zähne, stemmt sich gequält im Hohlkreuz gegen die unsichtbare Reiterhand. Dann plötzlich pendeln ihre Arme und Beine in einer fließenden Bewegung, weich schwingt ihr Rücken, wohlig dehnt sie ihren Hals vorwärts-abwärts, reagiert vorbildlich auf eine imaginäre Parade, sackt weich in sich zusammen und schmilzt zu Boden. "Die Leute begreifen dann recht schnell, was sie ihren Pferden durch falsche Ausbildung und falschen Sitz antun", grinst sie nach einem solchen Schauspiel leicht verlegen.

Wesentliche Elemente in den Kursen sind loser Zügel und Chironsitz. Durch diesen Sitz wird der Pferderücken im ersten Jahr der Ausbildung besser entlastet als durch den traditionellen Dressursitz. Außerdem lehrt sie eine Technik, mit der man das Pferd am losen Zügel in die korrekte Dehnungshaltung reitet. Nur so lernt das Pferd, sich unbeschwert und locker nach vorwärts-abwärts zu strecken. "Der Reiter programmiert das Pferd im leichten Sitz am losen Zügel in etwa einem Jahr auf eine Haltung, aus der die Selbsthaltung und die Versammlung später wie von selbst entstehen", faßt Ina Cygon ein wichtiges Ziel ihrer Ausbildung zusammen, das sie "die Freiheit des Pferds auf Ehrenwort" nennt.

Während der Kurse achtet sie außerdem peinlich genau auf richtiges Treiben und korrektes Biegen des Pferdes, auf Schenkelweichen, gefühlvolle Paraden und das Rückwärtsrichten nur mit dem Sitz. So mancher Reiter hat bei ihren Erklärungen zum erstenmal verstanden, wie man ein rittiges Pferd bekommt. Und dann entläßt Ina Cygon ihr Publikum mit einem Satz, der Ansporn und Ziel zugleich ist: "Bei rittigen Pferden ist selbst die Hohe Schule! nichts als eine Sache der Belehrung."

Artikel von
Ulrike Dobberthien
(stellvertretende Chef-Redakteurin von "CAVALLO")

Leserbriefe zu obigem Zeitungsartikel "An die Wand geworfen", CAVALLO 3/99

Einmal Cygon, immer Cygon - Porträt der Ausbilderin Ina Cygon

Ein riesiges Kompliment an Ulrike Dobberthien für diesen spritzigen wie informativen Artikel. Sie hat es journalistisch brillant geschafft, diese leidenschaftliche Pferdefrau exakt so zu beschreiben, so wie ich sie aus zahlreichen Kursen kenne. Einmal Cygon immer Cygon.
Renate Mayer 86899 Landsberg

Ina Cygon setzt da an, wo die Weisheit der Gurus meistens endet. Die Kommunikation mit dem Pferd vom Boden aus ist wichtig und bereitet das Pferd gut darauf vor, einen Sattel und einen Reiter zu tragen. Ihre Lehre gilt für alle, egal welche Reitweise, da sie auf den anatomischen und psychologischen Gegebenheiten des Pferdes basiert. Und die sind bei allen gleich, egal ob Araber, Warmblut oder Quarter.
Anna Richert 86676 Schainbach

Mein Pferd, ein Shire-Tinker-Mix, hielt sich im Rücken fest, war schwer an den Zügel zu reiten, verlor den Takt und wurde schnell hektisch. Kein Tierarzt und keine neue Reitweise half: Die Dressur machte uns beiden keinen Spaß mehr. In einem Kurs von Cygon habe ich gelernt, mein Pferd in eine korrekte Dehnungshaltung hineinzureiten. Schon nach der ersten Reitstunde war Domino völlig entspannt und bekam sichtlich Spaß an der Arbeit. Er ist nun ein lockeres, rittiges Pferd mit richtig trainierten Muskeln und einem zufriedenen Reiter.
Petra Sonnemann 61476 Kronberg

Wir haben an mehreren Kursen zur natürlichen Ausbildung mit Ina Cygon teilgenommen und können ihr Ausbildungssystem und die Erfolge nur bestätigen. Beeindruckend ist die Selbstverständlichkeit, mit der sie in der Lage ist, ihre wissenschaftlich fundierte Theorie in die Praxis umzusetzen. Sie steigt in den Sattel der Pferde von Kursteilnehmern und belegt die Richtigkeit ihres Systems, indem sie bei fremden Pferden genau die Fortschritte erzielt, die sie zuvor in ihren Ausführungen versprochen hat.
Annegret Scheu und Dr. Benno Schmaus 85402 Kranzberg

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Zeitungsartikel in der Pferdefachzeitschrift „Pferdemarkt“, Ausgabe Januar/Februar 2003

 

Das Pferd muß durchs Genick gehen.

„Das Pferd muß durchs Genick gehen!“, sagt der Reitlehrer – und dann wird geriegelt und gezogen, was die Kräfte hergeben. Hauptsache, der Kopf ist unten, irgendwie.

Und wenn der Bizeps nicht mehr ausreicht, weil die Pferde inzwischen schon so fest und steif geworden sind, dann werden die Schlaufzügel oder ähnliches eingeschnallt, um mit Flaschenzugwirkung den Pferden die Nase herunter zu ziehen - möglichst bis auf die Brust.

Weil einige, vor allem Freizeitreiter, erkennen, dass dieser Kampf und Krampf nicht gut sein kann und auch nicht angenehm für den Reiter ist, verfallen sie in die entgegengesetzte Un-Sitte, die Pferde herumlaufen zu lassen mit hohem Kopf und Hals, wie ‚Sternegucker’.

Zwischen diesen beiden Extremen spielt sich heute vorwiegend die Reiterei ab. Das eine wie das andere ist falsch, weil schädlich für das Pferd. Ja, warum ist es denn so wichtig, dass die Pferde unter dem Reiter durchs Genick gehen ? Wenn sie alleine laufen brauchen sie das offensichtlich nicht.

Ein unvollständiger Ausdruck

Unter dem Ausdruck „durchs Genick gehen“ verstehen viele Reiter nur, dass das Pferd den Kopf im Genick beugen soll. (Das Genick wird gebildet vom Hinterhauptsbein, das am Schädel ansetzt und dem ersten Halswirbel, dem Altlas). Diese reiterliche Terminologie ist sehr missverständlich, weil unvollständig und ungenau.

 Das Pferd soll nicht nur den Kopf im Genick beugen. Tut

 es nur das, beugt es nur den Kopf im Genick ab, macht das

 alleine keinen Sinn.

Keine aktive Genickbiegung

Vor allem darf es dies niemals aktiv tun. Bei aktiver Ganaschenbiegung weichen die Pferde dem Gebiß nach hinten aus und kommen hinter den Zügel.

Keine Garantie

Stellt man die Frage, warum die Pferde „durchs Genick“ gehen sollen, bekommt man zur Antwort (falls man überhaupt eine Antwort bekommt) damit sie über den Rücken gehen. Leider ist das „Durchs-Genick-Gehen“ dafür keine Garantie. Das Pferd kann sehr wohl den Kopf im Genick einfach beugen, ohne dabei über den Rücken zu gehen. Ein in „Haltung“ gebrachter Kopf hat also nicht zwangsläufig einen aufgewölbten Rücken zur Folge.

Worauf kommt es wirklich an ?
Was sollen die Pferde eigentlich tun?

Das Entscheidende, das worauf es ankommt, ist, dass die Pferde über den Rücken- und Halsbogen gehen, also mit aufgewölbtem Rücken und gedehntem Hals.

Das können sie nur, wenn sie Kopf und Hals fallen lassen, zwanglos aus der Schulter heraus. Wohl verstanden, das Pferd soll den Kopf und Hals einfach fallen lassen - und nicht aktiv beugen. Denn dann hängt der Kopf am sehnig durchflochtenen und gedehnten Kopfmuskel (dem Kopfträger). Dieser Kopfmuskel hat bei der Haltung des Reitpferdes nur eine statische, d. h. nur eine haltende Funktion, er ist Aufhängeapparat für den Kopf; er arbeitet deshalb im Zustand passiver Dehnung und nicht in dem aktiver Kontraktion.

Lässt das Pferd den Kopf einfach fallen, ohne ihn aktiv zu beugen, dann hängt er am gedehnten Muskel und dem gedehnten Nackenband. Die obere Halslinie wird lang – und da die maßgeblichen Muskeln auch am Hinterhauptsbein ansetzen, folgt zwangsläufig die losgelassene Ganaschenbiegung.

Fazit

Die so wichtige Genickbiegung ist eigentlich nur ein „Nebenprodukt“ eines richtigen Gehens über den Rücken- und Halsbogen. Dieses Nebenprodukt stellt sich von alleine ein - man bekommt es quasi geschenkt -, wenn die Pferde in einer korrekten Dehnungshaltung gehen. Die Dehnungshaltung ist nur dann richtig, wenn die Pferde Kopf und Hals zwanglos aus der Schulter heraus einfach fallen lassen.

Noch ein Nebenprodukt

Noch ein weiteres sehr wichtiges „Nebenprodukt“ einer korrekten Dehnungshaltung ist die so notwendige Aufwölbung des Rückens. Lässt das Pferd Kopf und Hals einfach fallen, dann ziehen das gedehnte Nackenband und die gedehnten Nackenmuskeln - die auch an den Rückenwirbeln ansetzen und in der gleichen Zugrichtung wirken wie das Nackenband - die Rückenwirbelbrücke nach oben und machen sie dadurch tragfähig. Damit bleiben die Rückenmuskeln frei vom Tragen des Gewichtes – und Rückenverspannungen oder Rückenprobleme stellen sich nicht ein.

Eine einfache Lösung

Das ganze Geheimnis ist also eine korrekte Dehnungshaltung, mit der man „zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt“:

           ●    man löst damit das Problem der zwanglosen Genickbiegung

           ●    und bewirkt damit ein richtiges Gehen über den Rücken.

Und das ganz einfach darum, weil die anatomischen, vor allem muskulären Verhältnisse beim Pferd so sind.

Der Reitlehrer müsste also statt zu sagen: „Das Pferd muß durchs Genick gehen“ – sich präziser ausdrücken und sagen: „Das Pferd muß in einer korrekten Dehnungshaltung gehen.“ Leider wissen die meisten Reiter nicht (und auch viele Reitlehrer nicht) wie man das macht – und wie so eine korrekte Dehnungshaltung aussieht.

So stellt sich kein Erfolg ein

Aus diesen zuvor erklärten muskulären Zusammenhängen heraus läßt sich auch leicht verstehen, warum es niemals zum Erfolg führen kann, wenn diese Genickbiegung mit der Hand erzwungen wird, sei es mit den Zügeln oder sogenannten Hilfszügeln (z. B. Schlaufzügel, Halsverlängerer oder ähnlichem). Das Pferd hat damit keine Möglichkeit mehr, Kopf und Hals passiv fallenzulassen, um aufgrund dessen von sich aus locker im Genick nachzugeben.

Kurz  und kraus

Bei einer mit der Hand erzwungenen Genickbiegung ist die Halsmuskulatur nicht mehr gedehnt, sondern „kurz und kraus“, so dass weder das Nackenband, noch die Halsmuskeln in der Lage sind, den Rücken aufzuwölben, damit dieser unter dem Gewicht wieder in seine natürliche Lage zurück kommt und dadurch tragfähig wird. Statt dessen lernen die Pferde, entweder ständig gegen die Hand zu gehen oder ihr nach rückwärts auszuweichen; oder sie fangen an, mit dem Kopf zu schlagen, weil den Pferden der enge, zusammengezogene Hals unangenehm ist. Die Halsmuskulatur verspannt sich, die aus der Halswirbelsäule austretenden Nerven werden gequetscht und die Pferde fühlen sich in ihrer Balance behindert, da der Hals die Balancierstange für das Pferd ist.

Eine weitere Auswirkung ist oft der falsche Knick, ein Nachgeben im dritten bis vierten Halswirbel (statt im Genick), was immer ein Indiz ist für eine harte Hand und eine erzwungene Genickbiegung.

Die übliche Methode

Fragt man, wie ein Pferd durchs Genick zu reiten ist, bekommt man immer die Antwort: Es muß stärker vorwärtsgeritten werden als der Zügel es zurück hält; man müsse das Pferd mit Kreuz und Schenkeln von hinten nach vorne in die Hand reiten, die dann entsprechend dagegen hält.

Im Klartext heißt das: Durch Kraft gegen Widerstand wird das Pferd gezwungen, den Kopf zu beugen.

Die Erfahrung lehrt, dass diese Technik fast immer in einem „Schraubstock-Syndrom“ ausartet – vorne halten, hinten treiben! Das Ergebnis dieses Verfahrens ist meistens ein verspanntes Pferd, dass sich gegen das Nachgeben im Genick wehrt oder auf falsche Weise nachgibt. Eine zwanglose Genickbiegung aufgrund eines gedehnten und fallengelassenen Halses wird nicht erreicht.

Die naturgerechte Pferdeausbildung

Pferde, die in dieser Methode ausgebildet werden, lernen von Anfang an die korrekte Dehnungshaltung und das daraus resultierende zwanglose Nachgeben im Genick. Das wird zu einem in der Bewegungszentrale des Gehirnes sicher verankertem Bewegungsmuster. Die Pferde gehen auch bei losen Zügeln weiterhin zwanglos durchs Genick. Der Reiter hat immer nur das Gewicht der Zügel in den Händen.

Die klassische Reitlehre verlangt, dass ein richtig ausgebildetes S-Pferd jederzeit wie eine Remonte – also mit tiefem Kopf und Hals – zu reiten sein muß, um im nächsten Moment wieder aufgerichtet und versammelt zu gehen. Sie erachtet das als ein unabdingbares Kriterium für richtige Ausbildung.

Die in der natürlichen Pferdeausbildung ausgebildeten Pferde verfügen über diese Fähigkeit völlig problemlos.

Diese naturgerechte Pferdeausbildung heißt „naturgerecht“, weil sie der Natur, vor allem den muskulären Gegebenheiten sowie auch den psychischen Bedürfnissen des Pferdes gerecht wird. Der Reiter fügt sich mit seinem Sitz und seinen Einwirkungen in das „System Pferd“ so ein, dass es in seinem Rücken und in seinen Bewegungsabläufen nicht gestört ist.

Das Ergebnis ist

Die so ausgebildeten Pferde sind sehr leicht und angenehm zu reiten; sie gehen immer über den Rücken- und Halsbogen, in einer schönen, zügelunabhängigen Selbsthaltung mit zwangloser Genickbiegung, bei leichten oder losen Zügeln.

Auf so ausgebildeten Grundlagen klassischer Rittigkeit läßt sich alles Weitere problemlos aufbauen, bis in höchste Klassen und in allen Sparten der Reiterei.

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Leserbrief von Frau Geisler, Gröbenzell

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Email von Sybille Schmidt vom 28. Juli 2009

Liebe Frau Cygon,

heute muss ich mich bei Ihnen melden und mich unbedingt bedanken. Ich bin mein Pferd seitdem ich zurück bin nun viermal geritten und bin total begeistert.Bereits bei meinem ersten Versuch dauerte es lediglich 15 Minuten bis mein Pferd verstanden hatte, was ich wollte und daraufhin die Nase kaum noch vom Boden nahm. Es fühlte sich einfach alles richtig an und er ist vollkommen verändert. Er marschiert vorwärts wie aufgezogen, ist dabei locker und willig. Keinerlei Widersetzlichkeiten und auch kaum Guckigkeit. Er ist voll bei der Sache und es gefällt ihm! Ich merke, dass wir jetzt auch unsere Probleme mit dem Galoppieren angehen können, denn er ist so aufmerksam und fleißig bei der Sache und ich bin dadurch so locker, sodass alles viel leichter ist. Selbst im Gelände (da war er bisher mit Vorsicht zu genießen, weil er bei jeder Kleinigkeit wegsprang und völlig angespannt war, außerdem legte er sich auf den Zügel und rannte und rannte) funktioniert alles super, in dem Moment, wo ich ihn loslasse, geht er schön zügig vorwärts - aber keine Spur mehr von Anspannung oder Schreckhaftigkeit. Er ist mit minimalen Hilfen zu lenken. Ich war ja schon in der Theorie angetan von Ihrem System, mit Azar hat es auch praktisch funktioniert - aber nun hier zu Hause mit meinem "Problemfall" so ein Erfolg - das ist für mich absolut überzeugend!!!Ich bin soooo froh, dass ich die ausgetretenen Pfade verlassen habe und offen für etwas Anderes war. Ich danke Ihnen vielmals und werde mich wieder melden um zu berichten...

Mit den besten Grüßen aus Leipzig
Ihre
Sybille Schmidt

p.s. meine Reitlehrerin ist bisher noch im Urlaub, ich bin sehr gespannt, was sie zu der tollen Veränderung meines Pferdes sagt

 

Email von Rebecca Hannemann- Emanuel vom 27. April 2010

Hallo Frau Cygon,

endlich schaffe ich es, Ihnen zu antworten.
Ich kann Ihnen sagen ich bin hellauf begeistert!!!!
Mein Pferd wird gerade zu einem Traumpferd!!!
Kein Kopfschlagen mehr!
Kein unkontrolliertes Davonpreschen im Galopp!
Ein Rücken der schwingt und sich nicht mehr verkrampft!
Und ein rundum viel entspannteres und glücklicheres Pferd.
Wenn er früher den Sattel gesehen hat ist er immer weggelaufen, heute kommt er zu mir. Und beim Putzen über den Rücken ging das Kopfschlagen schon los, auch das ist seit ein paar Tagen weg.
Inzwischen traue ich mich mit ihm auch wieder ins Gelände, meine Runden werden langsam wieder größer.
Ich bin wirklich sehr glücklich mit meinem "neuen" Pferd.
Das habe ich Ihnen zu verdanken.

VIELEN, VIELEN DANK

Mit freundlichen und überglücklichen Grüßen
Rebecca Hannemann- Emanuel



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